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Dieser Artikel beschreibt eine großartige Funktion, die uns Loxone glaube ich mit der Version 5 geschenkt hat, die aber - soviel ich weiß - nirgends dokumentiert ist. 

Es ist möglich, die Zuordnung eines Ein- oder Ausgangs zu ändern, ohne die Programmlogik dahinter ändern zu müssen.

Ich beschreibe das anhand eines Beispiels.

Beispiel: Copy/Paste einer Programmierung

Beim Kopieren eines Programmteils in ein anderes Loxone Config Programm verschwinden alle Zuordnungen zu physischen Ein- und Ausgängen. Ist auch logisch, weil in einem anderen Programm diese physischen Verbindungen nicht existieren.

Das sieht so aus.

VORHER (im Quell-Programm):


NACHHER (im Ziel-Programm)

Das tolle an der Loxone Config ist, dass es jetzt (wie gesagt, ich denke seit V5) möglich ist, diese verlorenen Verknüpfungen wieder herzustellen - auch wenn es mit etwas Aufwand verbunden ist.


Dazu das “kaputte” Objekt anklicken. In den Eigenschaften wird das angezeigt:


Nun kann man die Eingangs-Referenz aufklappen und dort den neuen, physischen Eingang (oder andere bereitgestellte Werte) auswählen:

Dadurch ist es möglich, das kopierte Programm an die neue Miniserver-Struktur anzupassen. Auch Konstanten gehen beim Kopieren leider verloren und müssen im neuen Programm erst neu angelegt werden, können dann aber ebenso hier ausgewählt werden. Deswegen sollte man das alte Programm weiterhin zur Verfügung haben, um vergleichen zu können.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten

Umklemmen von Ein- oder Ausgängen

Muss ein Eingang oder Ausgang verkabelungstechnisch umgeklemmt werden (beispielsweise einen Ausgang von einer normalen Extension auf eine Relay Extension), muss man dafür nicht die Programmlogik ändern. Man braucht lediglich in den Eigenschaften des Ein-/Ausgangs die Referenz ändern.

Die Ein- bzw. Ausgänge müssen dafür bereits eindeutig benannt sein (dürfte ein Bug sein, dass sich gleichnamige Ein- und Ausgänge nicht zuordnen lassen).

Hier die Ansicht des Peripheriebaums mit Miniserver und Relay Extension mit dem alten und neuen physischen Ausgang:

In den Eigenschaften die Ausgangs-Referenz öffnen und den neuen physischen Ausgang auswählen. Im Programm wird das dann gleich angezeigt:

Ausgefallenen 1-Wire Temperaturfühler ersetzen

Mein Außentemperaturfühler hat nach etwa 4 Jahren den Geist aufgegeben. Er war nicht völlig kaputt, sondern lieferte mitten im Sommer völlig irre Temperaturen (bis minus 58 Grad!). Der Austausch des Fühlers auf der Platine war einfach (auslöten, neuen Fühler einlöten). Da der Fühler dann aber eine andere Seriennummer hat, muss man das in der Loxone Config anpassen.

Vorgehensweise:

  • Den neuen Fühler in der Loxone Config einlernen (1-Wire durchsuchen)

  • Den gefundenen Fühler benennen und übernehmen (z.B. “Außenfühler (neu)”).

  • Dann auf einer Programmseite einen Block suchen, wo der alte Fühler verwendet wurde.

  • Dort, wie oben gezeigt, die Eingangsreferenz ändern (funktioniert genauso wie bei Ein- und Ausgängen)

  • Danach das Programm speichern und den alten Fühler aus dem 1-Wire Extension-Baum löschen.

Programm ohne Miniserver erstellen und dann an Infrastruktur anpassen

Als ich mit Loxone startete (das war noch Version 2), hatte ich noch keinen Miniserver und habe schon Einiges programmiert und in der Simulation getestet.

Die Hiobs-Botschaft war dann, dass ich diese Programmierung nicht am echten Miniserver verwenden kann, da natürlich die im Programm verwendeten Ein-/Ausgänge später mit den elektrischen Ein-/Ausgängen nicht übereinstimmen.

Mit der gezeigten Funktion ist das möglich, weil die in der Vorab-Programmierung verwendeten Ein- und Ausgänge später in der Software “umgehängt” werden können.


2 Kommentare

  1. Ich habe das mal rüber kopiert, es ist zu schade wenn das in der Suche nicht gefunden wird.

    PS: Copy & Paste geht recht gut mit Confluence, war in 3 Minuten mit ganz wenig Nacharbeit erledigt. 

    1. Dann kann der Verweis auf das Google Dokument doch ganz raus.