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Hier ein Beispiel, wie das Laden mit passender Ladeleistung intelligent gesteuert wird. Die Idee hinter folgendem Beispiel ist eine maximale Batterielebensdauer bei minimalen Stromkosten:

  • Batterielebensdauer wird maximiert, wenn die Ladung immer möglichst um 50% liegt und das Auto nur kurze Zeit 100% vollgeladen ist
  • Stromkosten werden minimiert, wenn dann geladen wird, wenn die Photovoltaik gerade Überschuss produziert (oder sonstwie der Strom gerade sehr günstig ist)

Darum folgender "Algorythmus": 

  • Wenn Betriebsmodus "Auto volladen", dann mit maximaler Ladeleistung volladen ("Laden" = ein und "Ziel Ladeleistung" = 16A)
  • Ansonsten wenn Betriebsmodus "Auto Erhaltungsladen", dann mit minimaler Ladeleistung bis X% laden ("Laden" = ein und "Ziel Ladeleistung" = je nach Stromüberschuss 6..16A)
  • Ansonsten wenn Stromüberschuss, dann je nach Stärke des Stromüberschusses mit passender Ladeleistung bis X% laden ("Laden" = ein wenn Stromüberschuss, "Ziel Ladeleistung" = je nach Stromüberschuss 6..16A)

X% ist so gewählt, dass typische übliche Wege zu einem Ladestand von 100-X führt, also die Ladung immer um 50% liegt (also z.B. bei X=60% sollte ein üblicher Weg 20% der Reichweite des Autos ausmachen und zu einem Ladestand von 40% führen). Der Betriebsmodus "Auto volladen" wird manuell (in der App) oder durch Logik (z.B. mittels CalDAV-4-Lox aus dem Kalender abgerufenan Abreisetagen zu längeren Fahrten gesetzt, "Auto Erhaltungsladen", dann wenn typische übliche Wege anstehen.

Beispiel: Fahrt zur Arbeit Mo - Do benötigt 20% der Reichweite → X=60, "Auto Erhaltungsladen" Mo - Do. Fahrt in den Urlaub über 90% der Reichweite am 20.1. → "Auto volladen" am 20.1. In beiden Fällen wird dann ab Mitternacht der nötige Rest geladen.

Anmerkungen:

  • Das Beispiel ist auf ein 1-phasiges Laden bis max. 16A ausgelegt. Hat man ein Auto, das 2- oder 3-phasiges Laden unterstützt, so muss der "Ladeleistung" Statusbaustein um die entsprechend möglichen Werte ergänzt bzw. geändert werden. Hat man die Möglichkeit mit z.B. 32A zu laden, dann muss der "6..16" Analogbegrenzer auf 6..32 eingestellt werden.
  • Der "Ladeleistung" Statusbaustein errechnet die gewünschte Ladeleistung - siehe rechts. Damit nicht so oft ein-ausgeschalten wird, wird erst bei einem Überschuss (AI1) von X+0,12kW die Ladeleistung von X angelegt (die Werte in der ersten Wert-Spalte sind um 0,12 höher als der Statuswert)
  • Die Beschränkung auf X% (AI2) funktioniert nur, wenn die aktuelle Ladung (SOC = state of charge) des Autos in der Loxone bekannt ist - ansonsten müsste sie manuell im Auto / in der App des Autos gesetzt werden
  • Der Merker "Wallbox" wird gesetzt, wenn die allgemeine Stromüberschusslogik des Hauses (über die auch andere variabel einschaltbare Verbraucher gesteuert werden) das Laden des Autos freigibt. Hat man selbst keine solche Stromübschusslogik implementiert, so setzt man "Wallbox" einfach dann, wenn die "Möglichkeit" > als die minimale Ladeleistung ist.
  • Der Statusbaustein "Ladetypus" liefert den Typus (volladen, erhaltungsladen, nicht laden)
  • Geladen wird nur, wenn die gewünschte Ladeleistung >= 6A ist (">=6A?" Formelbaustein mit SIGN(I2/I1 - 1,379) da hier auch kW → A Umrechnung stattfindet)
  • Die Ladeleistung wird bei Tageslicht alle 2 min. geprüft ("alle 2 min." Impulsgeber und Analogspeicher) - das ist nötig um ein ständiges Ändern der Ladelogik oder ob überhaupt geladen wird zu verhindern.
  • Falls geladen wird, so bleibt die Ladeleistung solange auf zumindest niedrigstem Ladeniveau erhalten, bis der Stromüberschuss einen gewissen (negativen) Schwellwert unterschreitet (d.h. es wird auch noch weiter geladen, wenn ein Teil der Ladung aus dem Netz gezogen wird) - das ist notwendig, damit nicht bei z.B. wechselnder Bewölkung alle 2min geladen und wieder nicht geladen wird, was der Wallbox & Ladeelektronik schaden könnte (siehe Tipps & Tricks und Probleme) (Ladeleistung Statusbaustein)
  • Falls nicht geladen wird, oder die gewünschte Ladeleistung unter 6A sinkt, so bleibt die Ladeleistung bei 6A ("6A if not charging" Formelbaustein mit I1*SIGN(I2) und "6..16" Analogbegrenzer), damit wird nicht ständig die Ladeleistung geändert, wenn es gar nix bringt

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  • Weder der go-e Charger noch das Auto werden über häufiges Laden/Nichtladen bzw. Ladebegrenzungswechsel (viele Male am Tag) erfreut sein: Der go-e Charger Flash Speicher garantiert nur bis 100.000 Schreibezyklen, go-e empfiehlt nicht öfter als alle 2min. die Ladebegrenzung zu ändern. Der Akku hat damit kein Problem (das Rekuperieren macht ja auch nichts anderes), aber die Ladelogik des Autos potentiell schon.
    → wird die Ladeleistung bzw. Ein/Aus über eine Logik berechnet, so sollte die nicht zu ständigem Wechsel führen. Das kann z.B. über eine Mittelwertbildung (z.B. der letzten 15min.) der Berechnung des Stromüberschusses gemacht werden
    Achtung: Die Zahl "Ladevorgänge" in der go-e Charger App unter Laden / kWh Gesamt / Ladevorgänge ist nicht die Anzahl der Ladevorgänge, sondern die Seriennummer des go-e Chargers (auch unter Einstellungen ganz oben ersichtlich)
  • Die Ladeverluste (Leitungsverluste zur Wallbox, Verluste durch Gleichrichtung) sind am höchsten, wenn langsam geladen wird (bei mir 27% Verlust bei 1,38kW - es kommt also nur 0,99kW im Akku an - und 17% Verlust bei 3,68kW)
    → nur bei Überschussproduktion durch Photovoltaik machts Sinn mit weniger als der maximalen Ladeleistung zu fahren - im Beispiel oben sollte daher bei Erhaltungsladen auch mit dem Maximum geladen werden
  • Um die Stromkosten noch weiter zu senken kann man natürlich das Auto auch durch günstigen (Photovoltaik-Strom) zu mehr als X% laden. Damit das Auto aber nicht zu lange voll geladen steht (bei Gelegenheitsfahrern), kann man dazu noch die Wettervorhersage beobachten und je nach Fahrgewohnheiten z.B. erst am Tag vor Schlechtwetter das Auto voller als X% laden. Der Phantasie sind dabei natürlich keine Grenzen gesetzt