Zum Ende der Metadaten springen
Zum Anfang der Metadaten

Einbindung über Modbus TCP


Dokument von Solaredge zur Modbus Implementierung:

https://www.solaredge.com/sites/default/files/sunspec-implementation-technical-note.pdf

Vorbedingung: Der Wechselrichter muss am Heimnetzwerk angeschlossen sein (Patch Kabel).

(Warnung) Bei Arbeiten am Gehäuse darauf achten, dass die Photovoltaikanlage und der Wechselrichter komplett "spannungsfrei" sind (siehe Solaredge Installationsanleitung).


Konfiguration im Heimnetz

im LAN-Menü eine statische IP Adresse vergeben, z.B. 192.168.1.88.

Subnet z.B. 255.255.255.0

Gateway z.B. 192.168.1.1. (=Adresse des Routers)

DNS 192.168.1.1


Modbus aktivieren beim Wechselrichter

Siehe Installationsanleitung, Kapitel "Konfigurieren des Wechselrichters mit den internen LCD Tasten".

Zuerst muss der Setup-Modus eingestellt werden über Eingabe eines Passwortes.

(Warnung) Der Setup-Modus sollte nur von einem Techniker bedient werden!

Danach kann laut Bedienungsanleitung der Sunspec Implementation (siehe Kapitel "Modbus over TCP configuration") der Modbus TCP aktiviert werden:

Select Communication --> LAN Config --> Modbus TCP

Settings (wie oben bei der stat. Adresse) z.B. 192.168.1.88:502 (Port 502)

Dann bleiben laut Anleitung 2 Minuten Zeit für Verbindung zum Client, sonst schaltet die Modbus Verbindung wieder ab.

(Info) Es kann sein, daß bei Status immer nur "Init" steht, er wechselt nicht zu ready oder connected. Die Aktivierung hat aber oft trotzdem geklappt.


Loxone Konfiguration

Im Loxone gibt es bereits die Sensoren des Wechselrichters schon fertig angelegt unter "Peripherie einfügen" - "Solaredge WR".

Die Sensoren z.B. "AC_Power" mit Formeln umrechnen.


Einbindung über MonitoringAPI

Falls der Wechselrichter seine Daten ans Solaredge Portal schickt, kann die Einspeisung und der Fremdbezug vom Netz erfasst werden.

Voraussetzung dafür ist, dass der Wechselrichter über einen Stromzähler Messwerte zu Einspeisung und Fremdbezug erhält.

Ist dies der Fall, sollten die Statistiken zur Anlage im Solaredge Portal so oder ähnlich aussehen:

Es werden Verbrauch, Produktion PV, Eigenverbrauch und Einspeisung / Fremdbezug aufgezeichnet.


Einbindung in Loxone funktioniert über die Monitoringapi von Solaredge und virtuelle HTTP Eingänge.
Die Dokumentation von Solaredge zur Monitoring API liegt hier: https://www.solaredge.com/sites/defa...toring_api.pdf

Der relevante Teil ist die Möglichkeit, den aktuellen PowerFlow auszulesen:
Site Power Flow
Retrieves the current power flow between all elements of the site including PV array, storage (battery), loads (consumption) and grid.
Note: Applies when export , import and consumption can be measured.


Hierbei lese ich drei Werte alle 10 min. von der API in virtuelle HTTP Eingänge:
- GRID (kW)
- PV (kW)
- LOAD (kW)

- (Speicher habe ich keinen, wäre aber auch möglich)


Antwort (Beispiel) auf die HTTP Anfrage:

{"siteCurrentPowerFlow":{"updateRefreshRate":5,"unit":"kW",
"connections":[
{"from":"LOAD","to":"Grid"},
{"from":"PV","to":"Load"}],
"GRID":{"status":"Active","currentPower":1.22},
"LOAD":{"status":"Active","currentPower":0.14},
"PV":{"status":"Active","currentPower":1.36}}}



Screenshot Monitoringapi als virtuellen Eingang:


Befehlserkennung am Beispiel "GRID"



Für den "GRID" Wert ist dabei wichtig zu unterscheiden, ob aktuell Import (purchase) oder Export (feed-in) vorliegt.

Die drei Größen hängen direkt zusammen, es gibt folgende Umrechnungsmöglichkeit:
GRID = PV - LOAD (bei Bezug < Stromeinspeisung)
GRID = LOAD - PV (bei Bezug > Stromeinspeisung)

Virtueller HTTP-Eingang PV wird direkt an den Eingang "Pp" vom Energiemonitor angeschlossen.
Über einen Formelbaustein wird dann der Leistungseingang "Pv" vom Energiemonitor Baustein berechnet.
Dieser kann negativ / positiv sein, je nach Energiebezug/Einspeisung.
Dies kann wie oben beschrieben über die Subtraktion von "PV" vom "LOAD" Wert ermittelt werden:

PowerFlow Status Berechnung: