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Der Loxone Music Server ist ein von Loxone hergestellter PC mit ebenfalls von Loxone entwickelter Multiroom-Audio Software zur Ansteuerung mehrerer verkabelter oder per UPnP ins Netzwerk eingebundener Zonen. Die Anzahl der steuerbaren Zonen ist dabei hardwareabhängig (Anzahl der Audioausgänge) beziehungsweise auch an die Softwarelizenz gebunden (bei UPnP Zonen). Zum Anschluss von Lautsprechern ist zusätzlich ein Mehrkanal-Verstärker erforderlich, der separat erworben werden muss.

Die Anzahl der verwendbaren UPnP-Zonen ist von Loxone eingeschränkt auf die Anzahl der Hardware-Zonen mal 1,5 (z.B. Music Server 4 Zonen = 6 UPnP Zonen).

Der Loxone Music Server ist nicht zu verwechseln mit dem Loxone Music Server by CasaTunes, dessen Vertrieb nach etwa eineinhalb Jahren eingestellt wurde.

Die Steuerung des Loxone Music Servers erfolgt direkt in den Loxone Apps bzw. dem Loxone Webinterface. Die Verbindung des Loxone Music Servers mit dem Loxone Miniserver erfolgt dabei über die normale Netzwerkschnittstelle an das Hausnetzwerk.

Die Infrastruktur der Loxone Multiroom-Audio Lösung geht von einer zentralen Aufstellung des Loxone Music Servers und des Mehrkanalverstärkers aus (z.B. in einem Rack beim Schaltschrank). Alle Lautsprecher werden zentral zum Verstärker verkabelt. Der von Loxone vertriebene Verstärker ist baugleich zum Dayton Audio MA1240a Multi-Zone 12 Channel Amplifier.

Eingänge, Ausgänge und Schnittstellen

  • 4/8/12/16/20 Zonenausgänge (Stereo-Klinkenstecker 3,5mm) abhängig vom Modell
  • Trigger Output (3,5mm Klinkenstecker). Dieser wird verwendet um den zugehörigen Verstärker in den Standby Modus zu versetzen, wenn keine Zone mehr aktiv ist und der Music Server in Standby geht.
  • 5 Line IN-Eingänge (Stereo-Klinkenstecker 3,5mm)
  • Ethernet-Schnittstelle
  • Hauptschalter und 230V~ Netzversorgung

Hardware des Loxone Music Server

Die Hardware soll laut Aussage Loxone längerfristig unverändert bleiben. Stand Jänner 2016 besteht sie aus folgenden, relativ hochwertigen, Komponenten.

  • Motherboard ASUS Z87M-PLUS
  • Soundkarten ASUS Xonar-DSX 7.1 PCIE Audio Card
  • Gehäuse SilverStone MLO4 Milo Series
  • Vergoldete Klinke / Cinch Adapterkabel in der passenden Menge

Lizenzmodell

Jeder Music Server hat zusätzlich zu den vorhanden physischen Zonen (herausgeführt als Stereo Kilnkenstecker) noch weiter 50% zusätzliche virtuelle Netzwerkzonen. Dies bedeutet z.B. das an einem 8 Zonen Server bis zu 8 physische und zusätzlich bis zu 4 reine Netzwerk Zonen (DLNA Geräte) betrieben werden können. Alternativ können 12 DLNA Zonen und 0 physische Zonen (oder beliebige Kombinationen davon) genutzt werden. 

Betriebssystem und Software

Der Loxone Music Server wird Linux-basiert betrieben. Es läuft ein Standard Ubuntu 14.04 LTS 64 Bit Linux auf dem Music Server. Die Software des Music Servers ist nach eigenen Angaben eine Neuentwicklung von Loxone ("das weltweit erste Multiroom Audio System, das von Grund auf neu und zu 100% für den Einsatz im Smart Home entwickelt wurde"). Es ist in der Zwischenzeit jedoch bekannt, dass es sich bei der Musikserver-Software um die Open Source-Software Logitech Media Server handelt. Die Zonen werden von mehreren Squeezelite-Instanzen betrieben, ebenfalls Open Source Software. Daher ist es problemlos möglich, mit Apps für Logitech Media Server zum Loxone Music Server zu verbinden. Als Eigenentwicklung kann bislang die verwendete Schnittstelle zwischen Miniserver und Music Server, sowie weitere Tools im Zusammenhang mit der Softwarepflege, betrachtet werden.

Der Server wird automatisch mit neuen Updates versorgt, wenn er Internet Zugang hat, ein manueller Update ist nicht erforderlich (kann über die Admin-Konsole aber gemacht werden, z.B. um Beta Versionen zu laden). In diesem Fall muss auch die passende Miniserver Beta verwendet werden (acv: lt. meinem aktuellen Setup wird die Loxone Config Beta nicht benötigt, der Music Server kann auch in Beta 1.1.02.10 mit dem aktuellen Release 7.1.12.31 verwendet werden). Zu beachten ist, dass die Updates ausschließlich die Music Server Komponenten betreffen. Das Betriebssystem ist bisher noch nicht mit aktuellen Paketen aktualisiert worden (wird gewöhnlich mit apt-get upgrade oder aptitude upgrade durchgeführt), da der Loxone Mirror unter http://mediaupdate.loxone.com nicht aktuell gehalten wird.

Beta Versionen laden

Über die URL http://<LoxoneMusicServer>/beta kann auf den Bata Update Chanel gewechselt werden. Hier findet sich das Change Log und auch die Beschreibung wie das Update durchzuführen ist. Nach dem erfolgreichen laden der Beta Version muss der Loxone Music Server rebootet werden. Der Einsatz von Beta Versionen erfolgt wie üblich auf eigenes Risiko.

Über die URL  http://<LoxoneMusicServer>/release kann man wieder auf die aktuelle Release Version zurück wechseln.

Backup

(warning) Der Music Server hat keinen Backup-Mechanismus eingebaut, im Falle eines Platten Crash muss der Music Server eingeschickt werden.

Es empfiehlt sich daher selber regelmäßig einen Clone der Platte zu erstellen. Dazu kann der Music Server angeblich über ein alternatives Betriebssystem auf einem angesteckten USB Stick gebootet werden und dann ein Clone der eingebauten Platte auf eine externe USB Platte gemacht werden. Diese könnte dann im Falle des Falls eingesetzt werden.

  • Music Server Backup erstellen: Kann das jemand im Detail ausprobieren und detailliert beschreiben?

Ein Backup kann man relativ einfach machen. Die Daten sind auf der Platte in der ersten Partition und es genügt diese zu sichern. Dann gibt es noch eine extended Partition die lediglich die SWAP Partition enthält (bei mir war auf dem Music Server zudem die Partitionstabelle korrupt).

Ich habe einen Music Server erfolgreich gesichert und auf eine SSD zurückgespielt. Die Originalplatte liegt bei mir im Schrank, falls etwas Unvorhergesehenes passiert. Dazu habe ich die erste Partition von einem Lifesystem gemounted und komplett getared (ca. 1,3GB) und Dann mit dd den MBR gesichert. Auf die SSD habe ich ein Ubuntu Server 14.4 installiert und danach ein Life System gebootet, die erste Partition gemounted, mein tar drübergebügelt und den MBR (446 Bytes ohne Partitionstabelle) zurückgespielt. Jetzt muss man nur noch die UUIDs in fstab und grub.cfg anpassen und fertig.

Alternativ zur obigen Methode kann man sich Clonezilla auf einen USB Stick installieren und davon booten. Eine extern per USB angeschlossene gleich große oder größe (!!) Platte sollte an das System angeschlossen werden. In Clonezilla angekommen wählt man die device-device Methode aus und im folgenden Menü ist disk_to_local_disk. Anschließend die Source Disk (Music Server Platte) und die Destination Disk (USB Platte) auswählen und den Clone Vorgang starten. Je nach Belegung der Platte kann das etwas dauern. Hat man kaum Musik auf dem Server gespeichert, dauert der Vorgang keine 5 Minuten.
Achtung: Diese Methode funktioniert mit aktuell ausgelieferten Music Servern (Stand: 2018) nicht mehr. Loxone vergibt die Lizenzen anders als früher mittlerweile bereits im Werk und nicht erst beim ersten Boot zuhause, dass heißt die Seriennummer der Festplatte wird werksseitig schon an die Lizenz gekoppelt. Das hat zur Folge dass beim Austausch der Platte die Seriennummer verändert wird und somit eure Musikserver Lizenz ungültig wird, denn die Loxone Dämons prüfen bei jedem Start die verbauten Komponenten wie Mainboard, Mac Adresse der Netzwerkkarte, Festplatten Seriennummer etc. Mit Linuxkenntnissen und etwas Aufwand lässt sich das zwar regeln und läuft auch stabil, ist aber vermutlich nicht 100% updatekompatibel und nicht erlaubt.

Umstellung Loxone Music Server by Casatunes auf Loxone Music Server

Von Loxone wurde mit Release des neuen Loxone Music Servers ein kostenloses Update für Besitzer des Loxone Music Servers (CasaTunes) angekündigt. Ein Update ist verfügbar, es wird auf USB Stick geliefert, es ist allerdings nicht kostenlos!

ACHTUNG: Beim Einspielen diese Updates gehen sämtliche Daten auf der Festplatte verloren. Die Musikdateien am Music Server müssen also vor dem Update gesichert und danach wieder eingespielt werden.

Informationen

  • Produkteinführung am 18. Mai 2015

  • No labels

26 Comments

  1. Lieber Florian W - die Upgrademöglichkeit vom Musikserver die du gelöscht hast, wurde uns aber genau so am Freitag den 15.1.2016 bei der MusikServer Schulung in Pressbaum erzählt. Wie kommt es, das einer eurer erfahrensten Trainer so etwas erzählt, wenn es nicht stimmt?

    1. Hi Maximilian Weißböck! Ein Upgrade von altem Music Sever (powered by CasaTunes) auf den neuen Music Server ist möglich. Ein Upgrade der Zonen durch hinzufügen einer neuen Karte wird von uns nicht angeboten. Ich werde das intern prüfen und mit den Trainern sprechen. Lg

      1. Hallo Max! Ich habe das abgeklärt und es wurde in der Vergangenheit aufgrund eines Missverständnisses leider tatsächlich falsch auf der Schulung kommuniziert. Seit gut 2 Wochen ist das geklärt und die Falschinfo wird auch nicht mehr rausgegeben. Lg

  2. Hallo,

     

    hat schon mal jemand ausprobiert die Loxone Music Hardware nachzubauen und mit dem Upgrade (Mac Adresse vom Nachgebauten PC) von Loxone das Image aufzuspielen?

    1. Das entspricht einem Lizenzvergehen und ist illegal.

      1. Isn't the Logitech Server software open source? And, in fact, GPL? Not sure how it applies in the EU...

        1. LMS is OSS, but Loxone Musicserver also contains software written by Loxone itself.

          1. If it is using GPL APIs, the software is by default GPL. It is a viral OSS license. And this means that Loxone must make their code publicly available.

            You can find a layman's explanation here: https://softwareengineering.stackexchange.com/questions/231967/optionally-using-gpl-library-via-system-api-in-closed-source-application

            1. You are wrong: https://www.gnu.org/licenses/gpl-faq.html#MereAggregation

              By contrast, pipes, sockets and command-line arguments are communication mechanisms normally used between two separate programs. So when they are used for communication, the modules normally are separate programs.

  3. Hallo zusammen,

    Hab mal mein musikserver auf beta updates umgestellt zum testen... leider weiß ich jetzt nicht wie ich aus dem Beta Modus wieder rauskomme.

    Kann mir da jemand helfen?

  4. Kann man sich einen "kleinen" Musicserver kaufen und durch hinzufügen weiterer Soundkarten (und ggf. eine erweiterte Softwarelizenz) später upgraden auf mehr Zonen?

    1. Hallo Robert, das wurde - fünf Kommentare weiter oben - von Florian persönlich beantwortet (smile)

  5. Wer lesen kann ist klar im Vorteil. (smile)

     

  6. Das Motherboard in meinem Loxone Music Server ist nach beiliegendem Handbuch ein ASUS H97M-E.

    Hat schon mal jemand ein BIOS Update gemacht? Bringt das etwas?

     

    Ich habe jetzt nachgesehen:

    Installiert ist BIOS Version 9922 vom 16.02.2016 - diese gibt es nicht auf der Asus Homepage - dort ist die neueste Version die 2702 vom 28.03.2016. 

    Prozessor ist ein Intel Celeron G1840T

    Kingston 2048 MB DDR3 RAM

    Und die Festplatte ist eine Seagate ST1000DM003 - 1SB102

  7. Hallo

    Kann mir jemand die Maße des MusicServers und des Verstärkers geben.

    Besonders wichtig wäre mir die Breite und die Tiefe.

    Danke

     

  8. Breite MS 44 cm. Verstarker 43cm.
    Tiefe MS und Verstarker 37 cm
    If you add cinch and powercables Tiefe + +- 5cm

    Bitte

  9. Ein Upgrade der Hardware zur Unterstützung von weiteren Zonen wird ja nicht angeboten. Wie sieht es mit einem Software Update zur Unterstützung weiterer DLNA Zonen aus?

     

    Ein Beispiel: Man hat einen 4-Zonen Server und bespielt aktuell 4 wired Zonen und 2 DLNA Zonen, möchte aber noch zwei weitere DLNA Zonen bespielen. Kann man dieses Upgrade irgendwie bekommen?

    1. Die Frage musst du Loxone stellen. Bisherige Erkenntnis: Nein, nichts zu machen, ganzen Server upgraden.

  10. Hi Leute,

    gibts eigentlich keinen HTTP-Befehl, um den MusicServer herunterzufahren? Reboot und Standby gibt es ja auch.

    Der MusicServer hängt bei mir an einer schaltbaren Steckdose, die beim Verlassen des Hauses den Strom trennen soll. Nur würde ich dem MusicServer vorher gerne noch den Shutdown-Befehl schicken, damit ich dem System nicht dauernd im laufenden Betrieb den Saft abschalte und damit evtl. irgendwann den Todesstoß verpasse.

    In der Doku der Netzwerk Befehle steht dazu nichts, http://192.168.3.6:7091/shutdown funktioniert leider auch nicht. Weiss jemand mehr? Und wehe jemand sagt jetzt, dass Loxone das nicht vorsieht weil der MusicServer eh immer laufen soll. Diesen Dauer-20W-Nonsense-Verbrauch möchte ich wenigstens bei Abwesenheit ausknipsen...

    Grüße
    Jörg

    1. Den vorgesehenen Eingang nehmen ist keine Option?

      Netzwerkgeräte > MusikServer 

    2. Standby sollte doch reichen?

      https://www.loxone.com/dede/kb/loxone-music-server/

      http://music.server.ip:7091/audio/cfg/standby

      Wenn ich mir das sleep.sh Script des Musikservers anschaue, führt er dann ein Suspend-to-Disk aus, so dass das Gerät auch aus sein sollte.

  11. Ute

    Hi, da ich einfach nichts finde, die frage an euch: wie kann ich einen aktiven subwoofer mit loxone receiver / music server verbinden? ist das überhaupt möglich? muss ich ein cinch kabel von meinem serverraum ins gewünschte zimmer ziehen oder geht das auch irgendwie über ls kabel? danke, liebe grüße

      1. Ute

        danke für info, hast du auch noch tipp, ob ich für sub eine eigen zone verwenden muss oder wo genau muss ich den sub anstecken

  12. Hallo, kann mir wer sagen, wie ich meinen Musikserver von der beta Version wieder auf die release Version umstellen kann?
    LG FRanz

  13. Hallo, kann mir wer helfen?

    Bei meinem Musikserver ist das Motherboard defekt. Kann man dies selber wechseln?