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Der Loxone Miniserver (im Forum und in Wiki-Artikeln oft als MS abgekürzt) ist die Zentrale des Loxone Smarthomes. Sämtliche Kommunikation (Speichern der Programmierung, Webzugriff usw.) erfolgt über den Loxone Miniserver.

Eingänge, Ausgänge und Schnittstellen

Informationen

Hardware

Die Platine ist eine Eigenentwicklung von Loxone und wird laut Angabe von Loxone in Hagenberg bzw. Gallneukirchen (beide im Mühlviertel, Oberösterreich) gefertigt und bestückt. Jede Platine wird bei Loxone in Kollerschlag automatisiert geprüft (ein weiterer QA-Miniserver prüft dabei die Funktionsweise aller Relais, Ein- und Ausgänge).

Der Loxone Miniserver verwendet eine 400 MHz Singlecore-CPU (AT91SAM9G20, ARM9) mit 64 MB RAM. Bis zu 30 Erweiterungen können laut Loxone an einem Miniserver betrieben werden.

Weitere Informationen unter http://www.loxone.com/enen/service/documentation/miniserver/miniserver-capabilities.html

Abmessungen

Der Miniserver hat eine Länge von 156 mm und belegt damit ca. 9 Teilungseinheiten im Verteilerschrank (eine TE ist laut Norm 18 mm). Die Breite ist mit Klemmen 106 mm, die Höhe beträgt 57 mm.

Betriebssystem

Das selbst entwickelte Betriebssystem belegt etwa 10 MB RAM. Das überspielte Programm wird standardmäßig 100 Mal pro Sekunde abgearbeitet. Der Miniserver kann bei Überlast selbstständig diese Frequenz reduzieren. Die Einstellung der Frequenz ist in der Loxone Config am Miniserver-Objekt ausles- und einstellbar.

Bis zur Version 4 wurde das Programm in SPS-Manier abgearbeitet, d.h. das vollständige Loxone Config Programm 100 Mal pro Sekunde berechnet und abgearbeitet. Ab Version 5 wurde die Software auf Interrupt-getriggerte Abarbeitung umgestellt, d.h. nur bei einer Änderung eines Eingangs wird die dahinter liegende Logik neu berechnet und entsprechend die Ausgänge beschalten. Dies reduziert die Last des Miniservers erheblich, da viele Programmteile nur sporadisch ausgeführt werden müssen.

Der Miniserver (und auch Miniserver Go) stellt softwaremäßig eine REST Webschnittstelle, eine Websocket-Schnittstelle sowie einen FTP-Server zur Verfügung. Der Miniserver kann per DHCP eine IP-Adresse beziehen (da dies manchmal Probleme macht, sollte aber eine feste IP-Adresse eingestellt werden). Zudem können aus dem Programm heraus unterschiedliche Typen von Netzwerkaufrufen ausgeführt werden (siehe Software-Schnittstellen des Loxone Miniservers).

Leistungsfähigkeit, Limits

Loxone gab im Rahmen von mehreren Tickets wegen Miniserver-Abstürzen an, dass es einen Richtwert von 3.500 Objekten (Anm.: Objekte in der Loxone Config) als Limitierung gibt. Bei Überschreitung dieses Richtwerts könnte der Miniserver nicht mehr stabil laufen. Dieses Limit ist von Loxone selbst nicht dokumentiert. Umfangreichere Programmierungen können dieses Limit durchaus überschreiten, daher ist bei der Planung vorzusehen,dass in einem Einfamilienhaus möglicherweise mehr als ein Miniserver betrieben werden muss.

Quelle: https://www.loxforum.com/forum/german/software-konfiguration-programm-und-visualisierung/40203-vers-7-4-4-14-st%C3%A4ndige-reboots-programm-zu-gro%C3%9F#post40203

Prüfung der Anzahl der Objekte: In Loxone Config das Projekt laden, rechts oben auf ?, im erscheinenden Dialog auf Dokumentinfo. Die Anzahl der Objekte wird in der zweiten Zeile (Objects="xxxx") angegeben.

Trivia

  • In der Anfangsära von Loxone hieß der Miniserver "LoxLIVE". Die Loxone Extension hatte den Namen "LoxMORE", die Konfigurationssoftware hieß "LoxPLAN", auch weitere Dinge wurden mit Lox ge-präfixt ("LoxBOX", "LoxAPP" usw.). Das Namenskonzept wurde aufgrund besserer Klarheit und wegen weiterer geplanter Erweiterungen schließlich geändert.  
  • Das Gehäuse des Miniservers hat bereits zwei Farbänderungen hinter sich. Das erste Gehäuse war industriegrau und hatte einen Papiereinschub mit dem LoxLive bzw. Loxone Miniserver Aufdruck. Das zweite Gehäuse, das auch eine Modifikation des SD-Karteneinschubs mit sich brachte, war schwarz (wie heute die anderen Extensions). Das aktuelle Gehäuse ist grün und damit sofort von den Erweiterungen zu unterscheiden. Eine Anpassung des Gehäuses wurde mit diesem Farbwechsel nicht vorgenommen. Die enthaltene Miniserver-Platine ist in allen Gehäusen identisch.

Das erste Gehäuse der Loxone Hardware

  • No labels

2 Comments

  1. Laut http://www.loxone.com/enen/service/documentation/miniserver/miniserver-capabilities.html wird das Programm 50x pro Sekunde (50 Hz) abgearbeitet, nicht 100x wie hier beschrieben.

  2. Die Programmfrequenz ist einstellbar am Wurzelelement des Eigenschaftsbaums in der Loxone Config. Standardmäßig ist dort 100 eingestellt (wobei der Miniserver die Programmfrequenz selbstständig verringern kann). Vermutlich wurde die Programmfrequenz bei der Umstellung auf die Interrupt-getriggerte Engine mit V5.0 auf 100 erhöht, aber die Doku nie aktualisiert.