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Ein Glasbruchsensor oder Glasbruchmelder dient dazu den Bruch einer Glasscheibe zu erkennen. Möglicher Einsatzzweck ist die Realisierung einer Alarmanlage.

Funktionsweise

Üblicherweise kommen passive Glasbruchsensoren zum Einsatz. Passive Glasbruchmelder werden mit einem Spezialkleber direkt auf die zu überwachende Glasfläche geklebt und registrieren Körperschall. Ein piezoelektrischer Sensor reagiert auf typische Glasbruchschwingungen im Bereich um 100 kHz, die bei Zerstörung der Scheibe entstehen. Ein Auslösen durch Klopfen an die Glasscheibe ist nicht möglich. Der Überwachungsradius auf der Scheibe beträgt ein bis zwei Meter. Von Glasschneidern hervorgerufenen Geräusche werden meist allerdings nicht erkannt.

Die passiven Glasbruchmelder funktionieren dabei wie ein Schalter. Sobald sie Glasbruchschwingungen erkennen ändern sie ihren Schaltzustand, öffnen also zum Beispiel.

Bauart

Wie bereits erwähnt verwendet man im Privathaushalt üblicherweise passive Glasbruchmelder. Es ist wichtig einen Sensor mit genügend langer Anschlussleitung zu wählen, wenn man das Kabel nicht selbst manuell verlängern möchte. Die meisten Standardsensoren bieten leider nur eine Anschlussleitung von 2m, was meistens nicht ausreicht, um vom Sensor in eine UP-Dose zu gelangen. Ich möchte daher an dieser Stelle die Sensoren der Firma ME Sicherheit aus Witten empfehlen, die eine Anschlussleitung von 4m bieten. Zudem haben die Sensoren eine VdS-Zulassung. Sie sind zudem sehr günstig.

Je nach Anschlussart (siehe unten) muss der Sensor für unterschiedliche Spannungen ausgelegt sein.

Schaltung

Bei Glasbruchsensoren unterscheidet man zwischen "Normally Open" (NO) und "Normally Closed" (NC). NO-Kontakte sind in Ruhestellung offen und sind bei Glasbruch geschlossen. Bei NC-Kontakten ist es genau umgekehrt.

Üblicherweise verwendet man bei Glasbruchsensoren NC-Kontakte. Sie haben den Vorteil, dass bei Kabelbruch (oder Zerstörung des Kabels durch einen Einbrecher) die Scheibe als "gebrochen" erkannt wird, da der Kontakt in diesem Fall von der Steuerung als geöffnet angesehen wird.

Preise

Üblicherweise kostet ein passiver Glasbruchsensor mit VdS-Zulassung zwischen 10€ - 20€.

Anschluss an Loxone

Da die Glasbruchsensoren wie Reedkontakte wie ein Schalter funktionieren, kann an dieser Stelle auf den Artikel zu den Reedkontakten verweisen werden.

Beispiel: Installation am Fenster im Rohbau

Auch an dieser Stelle wird auf den Artikel zu den Reedkontakten verweisen, in dem die Vorgehensweise beschrieben ist.

 

Kommentar

  1. MightyLox sagt:

    Vielleicht kann man hier noch auf die akustischen Glasbruchmelder hinweisen. Sie sparen sehr viel Verkabelungsaufwand.