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Eigentlich scheint das Problem ja ganz einfach zu sein - das Licht soll, vom Präsenzmelder gesteuert, nur dann angehen, wenn es entsprechend dunkel im Raum ist.

Das geht z.B. mit den Esylux Präsenzmeldern im Prinzip ja recht einfach, da sie auch einen Helligkeitswert liefern. Also wird einfach der aktuelle Helligkeitswert ausgewertet und nur wenn dieser z.B. unter 500 Lux liegt, wird das Licht über einen Treppenlichtschalter eingeschaltet. Dann merkt man aber, dass das Licht wieder ausgeht, obwohl Präsenz im Raum detektiert ist und der Präsenzmelder (PM) den Treppenlichtschalter hätte wieder triggern müssen. Tut er aber nicht, weil durch das ja nun eingeschaltete Licht die Gesamthelligkeit (Tageslicht und Kunstlicht) über den als Grenze definierten 500 Lux liegt.

Die Ursache liegt in der Messmethode des Präsenzmelders. Es gibt zwei Arten von Messmethoden:

  1. Echte Tageslichtmessung (durch Filter wird Kunstlicht ausgefiltert)
  2. Mischlichtmessung (der Präsenzmelder lernt bei jedem Schaltvorgang die vorhandene Kunstlichtmenge und ermittelt daraus den Anteil Tageslicht)

Dieser gemessene Wert (Tageslicht bzw. Mischlicht) wird dann per KNX an den Loxone Baustein (Lichtsteuerung oder Treppenlichtschalter) weitergegeben. Problem bei Mischlichtmessung ist nun, dass der Loxone Baustein aus dem Eingangswert nicht unterscheiden kann: Was ist der Anteil Tageslicht, was ist Kunstlicht?

Bevorzugt Abhilfe schafft man an erster Stelle durch die Einstellung der Ein- und Ausschaltschwelle im Präsenzmelder selbst (über KNX). Mögliche Umsetzung: Virtueller Eingang sendet einen Lux-Wert (Dämmerungswert) an einen KNX Aktor, welcher an den Präsenzmelder geht.

Sollte dies nicht möglich sein, kann mit mit Hilfe folgender kleinen Schaltung alternativ gearbeitet werden.

Funktionsweise

  • bei wenig Licht (unter 500 Lux) soll bei einem PM Impuls das Licht eingeschaltet werden
  • solange das Licht brennt, soll der Helligkeitswert keine Rolle spielen, PM Impulse sollen den Treppenlichtschalter wieder triggern
  • das wird mit einer Rückkopplung bzw. mit einer Selbsthaltefunktion gelöst
  • Erst wenn die PM Impulse ausbleiben schaltet der Treppenlichtschalter nach der definierten Zeit (TH) aus

Die folgenden Schaltungsbilder zeigen den Aufbau und Ablauf. Man beachte die Beschriftung der Ausgänge und die grünen Signallinien, die anzeigen dass ein Signal anliegt.

Hinweise zur Schaltung

  • Die 0 - 10V Lichthelligkeit des Esylux Melders werden über die Anpassung auf 0 - 2000 Lux umgerechnet, in der Schaltung wird mit Lux gearbeitet
  • Es wird hier mit 2 virtuellen Eingängen - Helligkeit und PM Signal - gearbeitet, in der Realität kommen die Signale natürlich vom Präsenzmelder

 

Bild 1: Situation mit viel Licht (1600 Lux), beide UND Gatter gesperrt, PM Impuls kommt nicht durch



Bild 2: Situation wenig Licht (400 Lux), das untere UND Gatter wird vom Kleiner Vergleich frei geschaltet und der PM Impuls kommt durch das UND Gatter durch, sobald er kommt



Bild 3 und 4: Selbsthaltefunktion - wenn Licht einmal eingeschaltet ist, dann ist über eine "Rückkopplung" vom Q Treppenlichtschalter das obere UND Gatter frei und re-trigger Impulse vom PM kommen durch

Eingang Alb im Baustein Lichtsteuerung

Seit Version 8.0 gibt es im Lichtsteuerungsbaustein den Eingang Alb. Dieser funktioniert in derselben Weise wie oben beschrieben.

Es muss also nur der Beleuchtungs-Wert an den Eingang Alb angeschlossen werden und im Baustein eine entsprechende Schaltschwelle T: Grenzwert Helligkeit [Lux] angegeben werden.

Die damit abgedeckten Anwendungsfälle sind auf der Seite der Bewegungs- & Präsenzmelder erläutert.

Folgende Einschränkungen bestehen noch mit dem Lichtsteuerungsbaustein:

  1. Es kann zu häufigen EIN-AUS Schaltereignissen kommen, falls die Helligkeit um den Grenzwert T schwankt.
  2. Es werden nur 3 von 4 möglichen Szenen eines "echten" Präsenzmelders vom Loxone Baustein abgedeckt.

Für die Abdeckung der vierten Szene ist wieder zusätzliche Logik nötig.

 

 

 




 

13 Kommentare

  1. Herr Kerrick sagt:

    Ich meine, dieser Artikel wäre besser unter "How-To" aufgeboben als in der FAQ.

    1. Da hast du recht, danke für den Hinweis. Ist verschoben.

  2. Hallo,

    Danke für den Entwurf. Allerdings kann ich den Eingang für den Lichtstärkemesser nicht nachvollziehen.

    Dabei handelt es sich wohl um einen virteullen Eingang.

    Tatsächlich kann ich mit meinem Esylux nur einen analogen EIngang wählnen und dann auch nur in V.

    In dieser Skalierung kann ich leider nicht genau die Lichtstärke treffen ab der ich den PM aktivieren oder abschalten möchte.

    Habt Ihr einen Tipp wie ich das bewerkstelligen kann?

     

    Danke und Gruß

    1. Na ja, es steht ja im Text, dass der Virtuelle Eingang in der Realität natürlich vom PM kommt. Und das Analog-Signal kannst du einfach skalieren.

  3. Das hab ich gänzlich anders gelöst: ich verwende den (undokumentierten?) Eingang "Alb" (Helligkeitswert vom PM, in meinem Fall über KNX von einem MDT Präsenzmelder) sowie den Parameter "T" (Grenzwert Helligkeit) am Lichtsteuerungs-Baustein (http://www.loxone.com/dede/service/dokumentation/loxone-config/programm/lichtsteuerung.html). Das funktioniert ausgezeichnet. Warum das in der offiziellen Doku noch nicht drinnen ist weiß ich nicht, ich verwende das allerdings schon länger (wobei ich einige Monate die aktuellsten Betas hatte, möglich dass es daher erst seit 8.1 drinnen ist).

    1. Andy Hönig sagt:

      Einziger Nachteil bei dieser Umsetzung: Parameter "T" gibt nur eine Einschalthelligkeit vor. Abschalthelligkeit ist nicht vorgesehen von Loxone! Folge davon: Bei ansteigender Umgebungshelligkeit (z.B. morgens nach der Dämmerung) bleibt das Licht welches per "Mv" Eingang angeschaltet wurde dauerhaft an (bei Präsenz) - trotz ausreichend vorhandenem Tageslicht.

      Bei alternativer Umsetzung der Logik im Präsenzmelder selbst (Helligkeit und Bewegung):

      Der Präsenzmelder selbst könnte in diesem Fall korrekt abschalten, Loxone Eingänge "AIb" und "T" werden nicht benötigt.

      1. Ich finde den Vorschlag von Dir gut, aber wie soll der Präsenzmelder das von einer künstlichen Lichtquelle erzeugten Licht von jenem unterscheiden, dass von außen in den Raum fällt? Gibt es sowas wirklich? Wenn ja, welcher Präsenzmelder kann das?

        1. Andy Hönig sagt:

          Ich denke das sollten qualitativ hochwertige Präsenzmelder können (KNX: Theben, Jung, MDT, Züblin). Siehe die ausführliche Erläuterung von Theben zum Thema Lichtmessung, wo eindeutig erwähnt wird, daß ein Präsenzmelder aus der Gesamthelligkeit die aktuelle Tageslichtstärke berechnen kann. Dies kann der Loxone-Baustein nicht!

          1. Ok, hab mir das mal bei Theben angesehen (sog. Mischlichtsteuerung), die machen ganz was anderes als hier sinnvoll was zu filtern, da wird, simpel gesprochen, der Anstieg der Helligkeit durch die Beleuchtung zu Beginn gespeichert und vom Gesamtwert abgezogen, das ergibt dann die "Tageslichtstärke". Das alles funktioniert aber NICHT mit gedimmten Lichtquellen oder Lichtszenen, bei denen einzelne Lichtquellen später dazugeschaltet werden. Natürlich könnte man diese Anstiege (Dimmen, zus. Lichtquellen) ebenso berücksichtigen, aber das kann imho kein KXN-Sensor (dazu müsste er zumindest einfaches Differenzieren können um zwischen Dimmvorgang und Heller-Werden durch Sonnenaufgang etc. unterscheiden zu können).

    2. Das Beispiel oben ist aus 7.4, da gab es "Alb" sicher noch nicht. Vermute das kam mit den Tree Meldern dazu. Mach doch oben bitte die aktuelle Variante mit 8.x dazu, klingt sehr spannend!

      1. Jetzt bist Du mir zuvorgekommen (Zwinkern) Danke fürs Dokumentieren!!!!

  4. Andy Hönig sagt:

    Habe nun den Abschnitt im Wiki zur Helligkeitsauswertung bei den Präsenzmeldern überarbeitet.

    Nun wird auch klar, dass der Loxone Baustein nur 2 Szenen abdecken kann, mit Auswertung im Präsenzmelder selbst sind es 4 Szenen.

  5. Wie wäre es, um häufiges Schalten bei Helligkeit Nähe des des Sollwertes, den Istwert einige Zyklen zu verzögern? Das könnte unerwünschten Schaltaktivitäten vorbeugen.

    Ich habe keine Lichtregelung, daher kann ich es nicht testen.

    Wie verhält sich der Baustein wenn man eine dimmbare Lichtquelle ansteuert? Wäre ja schön wenn man das wie eine Konstant-Lichtregelung betreiben kann.